Blog-Beiträge

Vom verlorenen Wir – und der Sehnsucht nach Gemeinschaft
Wir leben näher beieinander als je zuvor – und sind uns doch oft fremder geworden. Wir sprechen von Vernetzung, von Miteinander, von Gemeinschaft, und erleben im Alltag doch häufig etwas anderes: Hilfe wird gern angenommen, aber seltener gegeben. Unterstützung wird erhofft, aber nicht selbstverständlich geteilt. Selbst dort, wo man sie am meisten erwarten würde – in sozialen, spirituellen, engagierten oder alternativen Kreisen – bleibt sie nicht selten aus. Man arbeitet nebeneinander statt miteinander, teilt Ideale, aber nicht immer Wege, Erfahrungen oder Möglichkeiten. Besonders schmerzlich ist das dort, wo es nicht... Mehr lesen …
Leben in der Gegenwart
Was heißt es eigentlich, im Hier und Jetzt zu leben? Wie findet man dorthin? Und was bedeutet es wirklich, in diesem einen Augenblick anzukommen? Viele Fragen, die sich öffnen, sobald man beginnt, dem eigenen Leben aufmerksamer zuzuhören. Vielleicht ist es einfacher, als wir denken – und zugleich schwerer, als wir es uns wünschen. Denn das Leben geschieht nie gestern und nie morgen. Es geschieht jetzt. Hier. In diesem einen, unwiederholbaren Moment. Alles andere sind Erinnerungen oder Entwürfe. Beides hat seinen Platz – aber nicht den Ort, an dem wir wirklich... Mehr lesen …
LIEBE der Grundton des Lebens
Liebe ist nicht zuerst ein Gefühl und nicht nur Beziehung, nicht Romantik und nicht Besitz. Sie ist die Grundbewegung, in der unser Menschsein geschieht. In ihr leben wir, wachsen wir, verlieren wir, vergeben wir, erinnern wir uns – und gehen unseren Weg durch Licht und Schatten. Sie trägt, wo nichts mehr trägt. Sie verbindet, wo Worte enden. Sie bleibt, auch wenn Formen vergehen.   Diese Liebe ist größer als jede einzelne Gestalt, die sie annimmt: größer als die Liebe zwischen zwei Menschen, größer als die Liebe zwischen Eltern und Kindern,... Mehr lesen …
Helden - vom Ruf alter Wege
Wenn aus den alten Büchern jene leisen Stimmen zu erzählen beginnen, sprechen sie nicht allein von Kämpfen und Siegen. Sie sprechen von Wegen, von weiten inneren Landschaften jenseits der sichtbaren Welt. Es sind Stimmen, die durch die Zeiten wandern wie durch offene Tore, getragen von Sagen und Mythen jener Zeiten. Von Helden, die durch Krieg und Frieden schreiten, durch Licht und Schatten, durch Mut und Zweifel – und dabei dem stillen Ruf der Seele gefolgt sind. Jede Heldengeschichte ist voll von Taten, und doch ist sie mehr als das. Sie... Mehr lesen …
Wenn Augen sich schließen
Mit dem ersten Licht begann sein Weg,durch viele Jahre, durch Nähe und Abschied,durch Tage, die ihn getragen haben,und durch solche, die ihn still gemacht haben. Er hat das Leben angenommen –das Leichte und das Schwere,das Lachen und die stillen Tränen. Und leise ging er an seiner Seite: der Tod.Heute nahm er ihn behutsam in seine Armeund legte Frieden in sein Herz.   Mehr lesen …
Dem Zufall Raum geben – Eine Einladung an das Ungeplante
Dem Zufall Raum zu geben heißt, nicht alles festzulegen und dem Leben nicht jede Richtung vorzugeben. In einer Welt, die Sicherheit und Kontrolle belohnt, vergessen wir leicht, dass sich das Wesentliche oft nicht planen lässt. Das Leben ereignet sich, es überrascht, es unterbricht unsere Entwürfe – und manchmal zeigt es uns gerade dadurch einen Weg, den wir allein nie gefunden hätten. Dem Zufall Raum zu geben bedeutet, eine kleine innere Lücke offen zu lassen: einen Ort, an dem wir nicht entscheiden, sondern empfangen. Eine Haltung, die nicht aus Naivität entsteht,... Mehr lesen …
Reifung - zwischen Schatten und Licht
Reifung ist kein gerader Weg. Sie entsteht nicht nur im Schmerz und nicht nur im Glück, sondern in der Spannung zwischen beidem. Die Erfahrungen von Verlust, Abschied und Bruch nehmen uns Sicherheiten, schenken uns aber Tiefe, Wahrhaftigkeit und einen klareren Blick für das Wesentliche. Sie machen das Herz durchlässiger und lehren uns, wie zerbrechlich und zugleich kostbar das Leben ist. Doch Reifung würde verarmen, wäre sie nur aus Leid geboren. Ebenso prägend sind die lichten Erfahrungen: das Gesehenwerden, das Getragensein, die Momente von Nähe, Liebe, Sinn und Freude. Sie geben... Mehr lesen …
Nichts in uns ist zufällig.
    Nichts in uns ist zufällig.Jeder Impuls ein leiser Same,der im Verborgenen reift,bevor er Licht berührt. Wir tragen Frühlinge in uns,die noch nicht wissen, dass sie blühen.Wir tragen Sommer,die sich verschenken im Übermaß des Seins.Wir tragen Herbste,die lehren, zu lösen, was nicht bleiben kann.Und wir tragen Winter,in denen das Leben still atmetund Kraft sammelt für das Kommende. Kein Abschnitt eilt dem anderen voraus.Keine Blüte schuldet dem Samen eine Erklärung.Alles geschieht im eigenen Maß,getragen von einem Wissen,das älter ist als unsere Fragen.   Was in uns stirbt, verwandelt sich.Was in... Mehr lesen …
Bei sich ankommen – die Kunst der inneren Anwesenheit
Was heißt es, bei sich zu bleiben in einer Welt, die uns ständig nach außen zieht? Wann sind wir wirklich da – und wann nur beschäftigt, angepasst, abgelenkt? Unsere Zeit ist reich an Möglichkeiten, aber arm an Tiefe in der Sichtbarkeit, Tempo und Leistung belohnt wird. So lernen viele, sich zu zeigen, zu funktionieren, zu reagieren – und verlernen, sich selbst zu bewohnen. Die Welt wird künstlicher, und mit ihr werden es oft auch unsere Bilder vom Leben und vom Menschen. Der Schein zählt mehr als das Sein. Alles richtet... Mehr lesen …