Nichts in uns ist zufällig.
Jeder Impuls ein leiser Same,
der im Verborgenen reift,
bevor er Licht berührt.
Wir tragen Frühlinge in uns,
die noch nicht wissen, dass sie blühen.
Wir tragen Sommer,
die sich verschenken im Übermaß des Seins.
Wir tragen Herbste,
die lehren, zu lösen, was nicht bleiben kann.
Und wir tragen Winter,
in denen das Leben still atmet
und Kraft sammelt für das Kommende.
Kein Abschnitt eilt dem anderen voraus.
Keine Blüte schuldet dem Samen eine Erklärung.
Alles geschieht im eigenen Maß,
getragen von einem Wissen,
das älter ist als unsere Fragen.
Was in uns stirbt, verwandelt sich.
Was in uns ruht, bereitet Wege.
Was in uns sucht, erinnert sich
an eine Ordnung jenseits des Wollens.
So wandern wir durch die inneren Zeiten,
nicht als Besitzer des Lebens,
sondern als Hörende seines Rhythmus.
Und wenn wir still genug werden,
beginnt etwas in uns zu verstehen:
Wir sind nicht getrennt vom Wandel.
Wir sind sein Atem,
sein Werden,
sein stilles - Ja.