Blog-Beiträge

November – wenn Stille die Seele berührt
Der November legt seinen feinen Nebelschleier über die Welt, als wollte er alles Laute für einen Augenblick zum Schweigen bringen. Die Ferne verschwimmt, die Wege verlieren sich im Ungewissen, und doch bleibt all das, was wirklich ist, unberührt. Denn nicht alles, was unsere Augen nicht mehr sehen, ist verschwunden. Manches wird gerade dann spürbar, wenn es still um uns wird. Die Natur zieht sich behutsam zurück, der Wind trägt den kühlen Atem des Vergehens, und das Licht verweilt nur noch für kurze Zeit. Es ist, als würde die Erde uns liebevoll daran erinnern,... Mehr lesen …
TRAUER - ist Liebe, die Freiheit schenkt
Was der Tod uns so schmerzlich zeigt, können wir schon zu Lebzeiten lernen: Niemand gehört uns. Nähe ist ein Geschenk, kein Anspruch auf Ewigkeit. Wir dürfen einander lieben, Verantwortung füreinander übernehmen und uns ein langes gemeinsames Leben wünschen, ohne die Freiheit des anderen aus den Augen zu verlieren. Ein Abschied in diesem Geist ist voller menschlicher Wärme. Er sagt: Du fehlst mir. Und zugleich: Meine Sehnsucht soll keine Aufgabe mehr für dich sein. Du darfst deinen eigenen Weg gehen. Ich kenne ihn nicht und muss ihn nicht kennen. Ich werde... Mehr lesen …
Leben im HIER und JETZT
Die Kunst, den Augenblick zu lieben Das Leben geschieht im Hier und Jetzt. Nicht gestern, nicht morgen, nicht irgendwann. Sondern in diesem einen, kostbaren Augenblick, der niemals wiederkehrt. Wir sind mit unseren Gedanken oft auf Reisen.  Die Vergangenheit ist ein Buch voller Erfahrungen, die Zukunft ein unbeschriebenes Blatt. Doch die Gegenwart ist die einzige Seite, auf der wir unser Leben wirklich schreiben können. "Carpe diem – pflücke den Tag" ...mit wachen Sinnen und einem dankbaren Herzen. Denn der wahre Reichtum unseres Daseins bemisst sich nicht an den Jahren, die vergehen,... Mehr lesen …
Wenn der Tod zur Kulisse wird – wo bleibt unsere Menschlichkeit?
Über das Sterben auf unseren Bildschirmen, die schleichende Gewöhnung an das Leid und die Würde des Menschen. Es gibt Bilder, die sollten uns niemals gleichgültig werden. Und doch wird der Tod zunehmend zur Kulisse, das Sterben zur öffentlichen Szene, menschliches Leid zu einem flüchtigen Augenblick auf unseren Bildschirmen. Wir sehen Menschen in Kriegsgebieten sterben, Hinrichtungen, verzweifelte letzte Augenblicke, trauernde Angehörige und öffentlich angekündigte, medial begleitete Suizide. Bilder werden geteilt, kommentiert, weitergereicht. Ein Mensch stirbt. Und wir scrollen weiter. Darin liegt ein schmerzlicher Widerspruch unserer Zeit. Während Sterben und Tod noch... Mehr lesen …
ZEIT kennt keine Grenzen
Zeit Kennst du den Augenblick,den Moment?Die Zeit trägt Flügel. Das Gestern, das Heute und das Morgensind gleich. Die Wirklichkeit kennt keine Ziffern,keine Zeiger im Takt. Sie nimmt, sie gibtund sie weist über sich hinaus.   Es gibt Augenblicke im Leben, in denen die Zeit still zu stehen scheint, weil wir für einen kostbaren Moment aufhören, sie zu zählen. Das Gestern verliert seine Schwere, das Morgen seine Ungewissheit, und das Heute öffnet seine Arme für alles, was war, was ist und was noch kommen mag. In meinen kurzen Zeilen „Zeit“ möchte... Mehr lesen …
Wenn ein Tag schwer ist
Es gibt Tage, die schon am Morgen schwer sind. Ohne klaren Grund ist da eine Unruhe, eine Leere, eine alte Sorge, die plötzlich wieder Raum bekommt. Und oft machen wir es uns noch schwerer, indem wir sofort versuchen, diesen Zustand zu verändern. Wir wollen dankbarer sein, positiver denken, uns sammeln und möglichst schnell wieder funktionieren. Doch nicht jeder schwere Tag braucht eine Lösung. Manchmal braucht er vor allem die Erlaubnis, so sein zu dürfen, wie er gerade ist. Auch die Seele kennt unterschiedliche Zeiten. Nicht jeder Tag ist hell, kraftvoll... Mehr lesen …
Was trägt uns und was bleibt, wenn die Welt laut, fremd und schwer zu begreifen scheint?
Wir sind Teil der großen Bewegung des Lebens – des Werdens und Vergehens, des Abschieds und des Neubeginns. Nichts steht still. Und auch wir stehen nicht außerhalb davon. Mit jedem Gedanken, jeder Entscheidung und jeder Begegnung gestalten wir mit, was aus dem Heute hervorgeht. Verantwortung beginnt nicht erst im Großen. Sie beginnt in uns. Dort, wo wir entscheiden, ob wir wegsehen oder hinsehen, verhärten oder offenbleiben, trennen oder verbinden. Dort, wo wir dem Leben trotz allem mit Mitgefühl, Wachheit und einem offenen Herzen begegnen. Frieden lässt sich nicht im Außen... Mehr lesen …
Ein Gespräch ist Bewegung
Was geschieht eigentlich, wenn zwei Menschen einander wirklich gegenüberstehen? Was nehmen wir wahr, noch bevor das erste Wort gesprochen ist? Was erzählen unsere Augen, unsere Hände, unsere Haltung, während unser Mund vielleicht etwas ganz anderes sagt? Können wir einen Menschen wirklich verstehen, wenn wir nur seine Worte hören oder lesen? Und was verlieren wir, wenn Begegnung zunehmend durch Bildschirme, Nachrichten und digitale Räume ersetzt wird? Wir Menschen sind Begegnungswesen. Es gehört zu unserem tiefsten Wesen, ein Gegenüber zu brauchen. Einen Menschen, der wirklich da ist – nicht nur als Stimme... Mehr lesen …
Erinnerungen des Lebens
Die Zeit scheint stillzustehen und trägt uns doch unaufhaltsam weiter. Wir reifen, ohne recht zu wissen, wie viel davon unser eigenes Werk ist und wie viel uns das Leben selbst schenkt. So oft glauben wir, etwas werden zu müssen, und vergessen dabei, dass es genügt - einfach zu sein. Wir wechseln unsere Gesichter, laufen über die Spuren vergangenen Lebens und schauen nur selten dorthin, wo auch unser eigener Weg einmal enden wird. Darum lauf, solange deine Beine dich tragen, fühle den Boden unter deinen Füßen und vergiss nicht, welch stilles... Mehr lesen …
Das immaterielle Erbe der Menschheit - oder die Erinnerung an unsere Verbundenheit
Es gibt ein Erbe der Menschheit, das älter ist als jede Schrift, älter als Tempel, Grenzen, Religionen und die Geschichten, die wir uns über uns selbst erzählen. Es ist ein Erbe, das weder in Museen aufbewahrt noch in Stein gemeißelt werden kann, denn sein Ort ist der Mensch selbst.  Es lebt in unserer Erinnerung an eine ursprüngliche Wahrheit: Wir sind nicht getrennt von der Natur – wir sind Natur. Wir sind Teil eines lebendigen Ganzen, verbunden mit der Erde unter unseren Füßen, mit dem Wasser, das durch uns fließt, mit... Mehr lesen …
Jeder Tag ein neues Licht
Wohin führt meine Reise? Werde ich morgen den Weg finden?Werde ich allein mit mir sein?Wie viele Jahre sind mir geblieben –und wie viel Wahrheit darf es sein? Kann ich die Liebe weitergebenund mich selbst dabei noch spüren?Darf ich meinen Horizont erweitern,ohne meine Wurzeln zu verlieren? Kann ich Vergangenes loslassenund den Morgen neu berühren?Darf ich heute den Anker lichten,damit das Leben mich wieder findet? Wir verbringen so viel Zeit damit, nach Antworten zu suchen, dass wir vergessen, wie kostbar unsere Fragen sind. Sie führen uns dorthin, wo das Herz längst angekommen... Mehr lesen …
Der Schmetterling - zwischen den Welten
Der Schmetterling ist nicht das Sinnbild des Todes allein. Er gehört vielmehr zu jener Schwelle, an der eine Gestalt vergeht und eine andere noch unsichtbar ist. In seiner Verwandlung trägt er das Geheimnis des Lebens: Die Raupe verschwindet, die Puppe liegt reglos wie in einem tiefen Schlaf, und aus dem scheinbaren Ende erhebt sich ein geflügeltes Wesen. So wird der Schmetterling zum Bild dafür, dass nichts für immer in derselben Form bleibt. Vielleicht berührt er uns deshalb besonders in Zeiten der Trauer. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, verschwindet seine vertraute... Mehr lesen …