Erinnerungen des Lebens


Die Zeit scheint stillzustehen und trägt uns doch unaufhaltsam weiter. Wir reifen, ohne recht zu wissen, wie viel davon unser eigenes Werk ist und wie viel uns das Leben selbst schenkt.

So oft glauben wir, etwas werden zu müssen, und vergessen dabei, dass es genügt - einfach zu sein.

Wir wechseln unsere Gesichter, laufen über die Spuren vergangenen Lebens und schauen nur selten dorthin, wo auch unser eigener Weg einmal enden wird. Darum lauf, solange deine Beine dich tragen, fühle den Boden unter deinen Füßen und vergiss nicht, welch stilles Wunder es ist, sich bewegen, berühren und aufrecht dem Leben begegnen zu können. Denn nichts von dem, was uns heute selbstverständlich erscheint, ist uns für immer gegeben.

Gerade darin liegt die Einladung: langsamer zu gehen, bewusster, um tiefer zu fühlen; nicht vor der Vergänglichkeit davonzulaufen, sondern das Leben liebevoll in die Arme zu schließen.

Der Mensch sucht so viele Wege und vergisst dabei manchmal, dass seine Füße längst wissen, wohin sie gehören: ins Jetzt, in diesen einen kostbaren Augenblick, in diesen Moment.